Rezension: Smile And Burn – Get Better Get Worse

Get Better Get Worse – so heißt das mittlerweile vierte Studioalbum von Smile And Burn. Wir haben reingehört.Während Smile And Burn einigen Leuten sicher erst durch gemeinsame Konzerttermine mit Blackout Problems bekannt geworden sind, bin ich im März 2015 im Vorprogramm von Adam Angst auf sie gestoßen. Dabei ist die Bandhistorie an sich noch einmal ein ganzes Stück länger…

Damals empfand ich den Sound von Smile And Burn bereits als ganz nett und hörbar, war aber längst nicht so überrascht von ihnen wie meine Begleitung, welche sich noch vor Ort ein Album besorgt hat. Umso prägender für mich das Wiedersehen im Oktober, als mich Smile And Burn im Underground in Köln komplett aus der Bahn warfen. Chapeau, ich habe tatsächlich selten eine so gute Show erlebt.
Klar legt man die Messlatte für das neue Album nach so einem Konzert dann etwas höher, erst recht, wenn es von Philipp Koch produziert wurde, dessen Finger ja bereits beim meiner Meinung nach weiterhin überragenden Album Holy der Blackout Problems im Spiel waren.

Fakten: Smile And Burn – Get Better Get Worse

Name Get Better Get Worse von Smile And Burn ¹
Erschienen am 03.02.2017 via Uncle M
Musikstil Pop-Punk
Spieldauer 36:03 min verteilt auf 10 Songs
Weitere Infos Facebook Webseite Schallgefluester Dreimillionen 7 Schallgefluester Dreimillionen 3 
zu erwerben via Amazon*, iTunes und Co.

Innere Werte: Smile And Burn – Get Better Get Worse

Kann mich die Band mit Get Better Get Worse” jetzt endlich komplett für sich gewinnen?

Während der Opener “Not Happy” noch sehr rasant daherkommt, man am liebsten mitgrölen und feiern möchte, es hier und da sogar ein wenig scheppert (was ganz und gar nicht negativ zu sehen ist), liegt die erste Überraschung bereits im zweiten Track. “Bye Bye Perfect” trägt ein deutlich poppigeres Gewand, ist sehr eingängig und beschert mir daher zumindest einen unfassbar starken Ohrwurm, den ich so schnell nicht mehr missen möchte. Bereits jetzt habe ich das Gefühl, dass dieser Song wohl mein Highlight des Albums bleiben wird.
Tatsächlich geht es dann weiter mit “Good Enough”, welches nicht ganz an den Vorgänger-Track herankommen mag. Es klingt ebenso weicher als man es vielleicht von Smile And Burn kennt, hat dabei etwas außergewöhnlich Internationales. Zur endgültigen Radiotauglichkeit fehlt dann doch noch ein gewisser Wiedererkennungsfaktor. Die Frage ist natürlich, ob die Band diese Tauglichkeit jemals haben wollen würde…

2 smile and burn rats in the gutter koeln (3)
So leid es mir ganz persönlich an dieser Stelle nun tut – für mich geht es am diesem Punkt bei dem Album dann auch schon in die angekündigte Richtung – nämlich eher abwärts. Was so musikalisch so energetisch anfing, gipfelt für meine verwöhnten Ohren in einem Meer von Songs, die mich einfach nicht abholen wollen. Wo wollen die hin, was wollen sie erreichen? Selbst als “One Step Forward” zwischen all den gemäßigteren Tracks etwas mehr nach vorn geht, der große Aha-Moment bleibt auch hier bei mir leider aus.

Fazit: Smile And Burn – Get Better Get Worse

Es ist jetzt nicht so, als würde man Smile And Burn gar nicht mehr erkennen. Gerade der Einzel- und Gruppengesang, mal was Cleanes, mal was Kratzigeres, kehren Song für Song wieder. Nur fehlt mir persönlich eben diese für die Band so typische Energie in den Liedern. Es scheint, als seien sie da mit der Zeit irgendwie herausgewachsen.
“Get Better Get Worse” ist also bis auf die ersten drei Tracks ein Album, das für mich persönlich leider sehr schnell in Vergessenheit geraten wird, da mir der Rest der Songs nicht annähernd im Kopf hängen bleiben mag. Das ist aber an sich nicht weiter tragisch, da es mit Sicherheit genug Leute da draußen geben wird, die Gefallen an den gemäßigteren und erwachseneren Tönen von Smile And Burn finden werden.

Liest du noch oder likest du schon?

Da ich weiß, dass es bei mir und der Band gern immer mal wieder ein kleines Auf und Ab gibt, gebe ich selbst auch noch nicht auf und freue mich weiterhin auf die anstehende Tour zum Album. Vielleicht sind es die Live-Qualitäten, die den neuen Songs jenes Leben einhauchen, das mir so auf Platte irgendwie fehlt.

Smile And Burn auf Get Better Get Worse Tour 2017

Support: The Deadnotes

10.03.17 Leipzig Conne Island
11.03.17 Jena Kassablanca
13.03.17 München Sunny Red
14.03.17 Nürnberg Stereo
15.03.17 Wien (AT) B72
16.03.17 Innsbruck (AT) Weekender (ohne The Deadnotes)
17.03.17 Rorschach (CH) Treppenhaus
18.03.17 Stuttgart Zwölfzehn
20.03.17 Frankfurt Nachtleben
21.03.17 Köln Underground
22.03.17 Dortmund FZW
23.03.17 Hamburg Hafenklang
24.03.17 Hannover LUX
25.03.17 Bremen Tower
26.03.17 Bielefeld Nr. z.P.
31.03.17 Berlin Musik und Frieden
09.-13.08.17 Eschwege Open Flair Festival (ohne The Deadnotes)

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Die Autorin

Hallo, mein Name ist Tini. Gerüchten meiner Eltern zufolge besuchte ich mein erstes Konzert mit gerade einmal drei Jahren. Heute bin ich neben meinem Studium der Medienwissenschaft notgedrungen im Software Testing und Design/Marketing unterwegs, um mich finanziell irgendwie über Wasser zu halten. Mein Herz habe ich im Jahr 2014 allerdings an die Konzertfotografie verloren und seitdem auch nicht wieder bekommen…

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Livemusik und Bühnennebel. Der Stoff, aus dem Konzerte sind. Schallgefluester ist dein Musikblog mit Herz und Seele statt kopfloser Massenproduktion. Von Adam Angst bis Die XYZ – hier wird musikalische Vielfalt groß geschrieben. Von Konzertfotos und Berichten bis hin zu Interviews, Rezensionen und Ankündigungen – ich widme mich kleinen und größeren Künstlern und deren Musik. Ob Geheimtipp wie Farben/Schwarz und KAFVKA oder großer Fisch wie Alligatoah, Billy Talent oder The Pretty Reckless – für mich zählt die Leidenschaft an der Musik.

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