Bericht: Lagerfeuer Deluxe mit Tipps Für Wilhelm und Co. in Köln

Wir befinden uns heute genau da, wo Christin im Oktober 2013 ihren ersten richtigen Termin für den Blog wahrgenommen hat. Die Szenerie ist ganz ähnlich – es ist nicht sonderlich warm und vor dem Studio 672 wartet höchstens eine Hand voll von Leuten. Doch bereits eine halbe Stunde später wendet sich das Blatt komplett – wir stehen inmitten einer gigantischen Warteschlange. Das Publikum um uns herum scheint alles Andere als homogen. Ein schöner Anblick!

In weiser Voraussicht besetzen wir die Sitzecke in der hinteren Ecke des Clubs. Wenn schon Lagerfeuer, dann richtig und da die wenigen Hocker direkt vor der Bühne bereits besetzt sind, werfen wir unsere Fotografiepläne über Bord. Heute wird genossen.
Es wird voller und voller. Wir erhalten panische Nachrichten von einer Freundin. Einlassstopp und sie kurz vor der Tür. Wahnsinn, welche Mengen die Veranstaltung anzieht. Damit haben wir tatsächlich so gar nicht gerechnet. Stattdessen stellen wir bald fest, dass wir vom Fernsehlagerfeuer und den Bands wohl nur recht wenig zu Gesicht bekommen werden. Es sind einfach zu viele Menschen da, die uns beinahe vollständig die Sicht versperren. Heute sind also andere Sinne gefragt.
Das Intro läuft. Der Moderator betritt die kleine Bühne und erklärt uns auf äußerst humorvolle Art und Weise die Regeln. Wir sollen den Applaus üben – so wie Düsseldorf, mittelmäßig wie beim Fanta4 Konzert in der Lanxess Arena und in Lagerfeuer Deluxe Stil. Es deutet sich klare Gänsehautstimmung an. Einfach der Wahnsinn, was das Publikum drauf hat.

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Außerdem werden wir darauf hingewiesen, man solle bei jedem vernehmbaren Gespräch während eines der drei jeweils etwa 20-minütigen Gigs genau eins tun: PSCHHHT!
Einer buht sogar. Doch das mache man beim Lagerfeuer Deluxe nicht. Das haben höchstens diejenigen verdient, welche selbst buhen. Wenn der Moderator die Wahl hätte – wir oder eine Weltreise – er würde uns eine Postkarte schreiben.
Doch ausführlich genug von der Atmosphäre geschwärmt, es wird Zeit für den ersten Gig. Noch bevor es so richtig los geht, funktionieren wir unsere Sitzecke zu unserem persönlichen Podest um, um wenigstens ein paar der Gesichter auf der Bühne erahnen zu können. Los geht’s mit Dan O’Clock. Uns erwartet ein Auftritt, der wahrlich zum Tanzen und Mitsingen animiert. Wir bewegen uns und grölen freudig mit. Bei einem Song über verschiedenste Arten von Latten schließlich feiert der komplette Club in ausgelassener Stimmung. Auch wenn Christin jener Song dann doch ein wenig zu weit ging, so sind wir uns beide sicher – den Besuch eines Gigs von Dan O’Clock können wir mit ruhigem Gewissen empfehlen.

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Kurze Pause.
Der Moderator betritt wieder die Bühne. Lagerfeuer Deluxe Tradition – ein Songquiz. Der Google Übersetzer hat englischsprachige Songs vergewaltigt. In Windeseile werden Songs von Justin Timberlake, Hozier und Britney Spears erkannt. Die Gewinner erhalten Schnaps und Gästelistenplätze. Prösterchen!
Jetzt steht auch die zweite Band des Abends auf der Bühne – Good Girl aus Köln. Mit verschmitzt-charmanter Miene und an Juli-Sängerin Eva Briegel erinnernder Stimmfarbe singt Frontfrau Sonja über verflossene Liebe und hier und da auch über die ein oder andere Intimität. Alle Achtung, diese Frau hat es faustdick hinter den Ohren!
Was spätestens jetzt auffällt: An diesem Abend liegt ein besonders sexuelles Knistern in der Luft.

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Eine weitere kleine Pause später nun das große Highlight für Christin – Tipps für Wilhelm.
Es wird wieder deutlich ruhiger und das Publikum hört den Darbietungen um Frontmann Guillermo Morales gebannt zu. Gänsehaut!
Unsere Begleitung, welche eigentlich nur wegen uns vorbeigekommen ist, verliebt sich auf Anhieb in den Klang dieser Stimme. So verwundert es nicht, dass auch der Rest der Anwesenden diese Band am liebsten noch so viel länger bei sich behalten würde und die Band so überwältigt ist, dass plötzlich nicht einmal mehr die eigenen Texte so flutschen wie sie es eigentlich sollten.

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Noch irgendwo nahe Wolke sieben schwebend lassen wir in gemütliche Atmosphäre unseren Abend in unserer geliebten Sitzecke ausklingen. So erschrecken wir fürchterlich, als plötzlich laute Hip Hop Klänge nicht nur den Club, sondern auch unsere kompletten Körper durchströmen. Wollen die uns damit etwa herauskehren? Nun gut, der Plan geht auf…
Doch eins ist danach für uns sicher – wir kommen wieder. Diese Veranstaltungsreihe hat uns in Sachen Konzept und Umsetzung restlos überzeugt.

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Hallo, mein Name ist Tini. Gerüchten meiner Eltern zufolge besuchte ich mein erstes Konzert mit gerade einmal drei Jahren. Heute bin ich neben meinem Studium der Medienwissenschaft notgedrungen im Software Testing und Design/Marketing unterwegs, um mich finanziell irgendwie über Wasser zu halten. Mein Herz habe ich im Jahr 2014 allerdings an die Konzertfotografie verloren und seitdem auch nicht wieder bekommen…

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