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    Rezension: Nummerfünf! – …und niemand hat es gehört

    Schallgefluester Nummerfünf! - ...und niemand hat es gehört

    [dropcap]D[/dropcap]a liegt sie nun also – so oft schon in meinem Zimmer daran vorbei gelaufen. So oft gedacht ‘Heute trau ich mich nochmal an die Review und zieh das durch’. Tja, jetzt dann mal so wirklich. Christin widmet sich der CD “…und niemand hat es gehört” von Nummerfünf! Die Fünf beschreiben ihre Musik als “eindringlich, energisch, expressiv, voll auf die Fresse”. Na schauen wir doch mal!

    nummerfünf
    Name …und niemand hat es gehört von Nummerfünf! ¹
    Erschienen im März 2013
    Musikstil eindringlicher energischer und expressiver Voll-auf-die-Fresse-Punk
    Spieldauer 40:02 min verteilt auf 13 Songs
    Weitere Infos Facebook Webseite

    „Unsere Hauptaufgabe ist es, die Leute zu unterhalten. Und manchmal habe ich auch das Gefühl, dass wir eine Botschaft übermitteln.“
    Treffender kann man es hinsichtlich der Band fast gar nicht formulieren. Und dabei stammen diese schlauen Sätze zu Beginn des Titels „Contra 7“ tatsächlich aus einem Brief Homer J. Simpsons.
    Ich weiß nicht, wie ich es mit Nummerfünf! so recht halten soll. Meiner Ansicht nach schmeißt mir diese äußerst energetische Band da soliden Mitgröl-Punk um die Ohren. Wohin mit der überschüssigen Energie? ,Stecken wir sie doch einfach in die Musik‘, müssen sie sich gedacht haben.
    Die Band verbindet auf ihrem Album „… und niemand hat es gehört“ zwei Extreme. Sicher könnte man jetzt pseudotiefenpsychologisch aus jedem noch so oft wiederholten Textpart irgendeinen ach so bedeutenden Gehalt ziehen.
    „Emotionslose Gestalten laufen auf und laufen ab […] und jajaja, ich bin auch mit dabei…“ („Tütensuppe“)
    „Ich suche, ich suche einen Weg über Berge, die ich selbst besteigen muss“ („Das Meer“).
    Oder man lässt es einfach bleiben, so wie in „Dead Kennedys“: „Tag für Tag steh ich auf dieser Brücke, Nacht für Nacht zieht sie mich an und wenn ich wiedermal besoffen bin, dann lass ich mich einfach fallen.“
    Bei den meisten Songs kann man nach Hälfte der abgelaufenen Zeit schon einen Teil mitsingen, da die Songstruktur stets recht einfach gehalten ist. Auch muss man nicht die beste Chorstimme auspacken. Machen nummerfünf! ja auch nicht. Sympathisches Gegröle mit Heiserkeitsfaktor steht an der Tagesordnung. Wem selbst das aber schon zu viel ist, der kann stattdessen auch einfach die teils echt starken Instrumentale genießen. Diese schrammeln geradezu vor sich hin, mal mehr oder weniger. Pushen und bremsen sich auch wieder aus. Sie spielen mit den Geschwindigkeiten und man weiß nicht, ob es den Fluss der Lieder unnötig behindert oder schon wieder an Genialität grenzt, so mit den Erwartungen des Hörers zu spielen.
    Wie dem auch sei, Nummerfünf! haben Skills und Spaß an der Sache. Wer Bock auf schrammelige Musik zum Abgehen hat, kann ruhig einmal bei den Jungs reinhören.

    Anspieltipps: „Contra 7“, „Das Meer“, „Fernweh“

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