Rezension: Captain Planet – Ein Ende

Es ist schon wieder ein paar Ewigkeiten her, dass ich einer Rezension für das Captain Planet Album Ein Ende zusagte. Und ja, ich schäme mich ehrlich dafür, dass ich mich nie genauer dazu geäußert habe? Doch woran lag das?

Ich bin ehrlich – ich kenne den Namen „Captain Planet“ schon seit gefühlt drölfzig Millionen Jahren. Nicht etwa von der gleichnamigen Comicfigur, sondern tatsächlich von der Band. Für mich waren Captain Planet bisher aber einfach nur „Madsen auf Krawall gebürstet“.

Fakten: Captain Planet – Ein Ende

Captain Planet Ein Ende
Name Ein Ende von Captain Planet ¹
Erschienen am 06.05.2016 via Zeitstrafe
Musikstil deutscher Alternative/Indie/Punk
Spieldauer 30:44 min verteilt auf 11 Songs
Weitere Infos Facebook Webseite
zu erwerben via Amazon*, iTunes und Co.

Innere Werte: Captain Planet – Ein Ende

Das intensivere Hineinhören über die vergangenen Monate hinweg bestätigt: Ja, die Assoziation zu Madsen gibt’s noch immer, auch wenn sie Tag für Tag mehr in den Hintergrund gerückt ist.
Hinter der temporeichen Hau-drauf-Punkrock-Attitüde von Captain Planet steckt tatsächlich ein gut durchdachter melancholischer Kern, der gar nicht so auf Prügel aus ist. Klar, kraftvoll, vielleicht ein bisschen hyperaktiv, dabei aber nicht zu rotzig und einfach auf den Punkt. Auch wenn Ein Ende gezähmter daherkommt als der Rest aus dem Repertoire, nicht ganz so tief zu gehen scheint wie manche Vorgänger und sich die Texte auch etwas schwerer im festsetzen, so hat das Album absolute Daseinsberechtigung. Menschenfeindliches Großstadtleben versus innerer Spießer, innere und zwischenmenschliche Baustellen. Das sind die Dinge, mit denen sich junge Erwachsene beschäftigen. Das ist das Leben. Und eines meiner Top Alben des vergangenen Jahres, das mich auch nach Monaten des intensiven Hörens immer wieder aufs Neue abholt, fasziniert, nachdenklich und sprachlos macht.

Anspieltipps: St. Peter, Tulpenfarm, Irgendwas

Captain Planet auf Tour 2017

Ich bin mir sicher, dass das Album „Ein Ende“ live noch einmal so richtig seine Stärken ausspielen kann. Ob das stimmt, könnt Ihr gern auf einem der folgenden Konzerte selbst in Erfahrung bringen. Ich werde mir das Spektakel selbst am 14. Januar in Siegen geben und freue mich über jeden, der sich mir an diesem Abend anschließt.

13.01.2017 Osnabrück Kleine Freiheit mit Tigeryouth
14.01.2017 Siegen VEB mit An It Creeps In und Tigeryouth
03.02.2017 Magdeburg OLI Kino mit Deutsche Laichen
04.02.2017 Riesa Offenes Jugendhaus mit Deutsche Laichen
04.-06.08.2017 Elsdorf Oakfield Festival
tini
tini

Medienstudentin und Software-Testerin in NRW. Fotografiert erst seit August 2014, dafür aber mit voller Leidenschaft. Canon EOS 700D* mit Canon 50mm 1.4* samt original Canon GeLi* & Canon 24mm 2.8*

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Schallgefluester

Livemusik und Bühnennebel. Der Stoff, aus dem Konzerte sind. Genau diesen Phänomenen widmet sich Schallgefluester - dein Musikblog mit Herz und Seele statt kopfloser Massenproduktion. Von Adam Angst bis Die XYZ - hier wird musikalische Vielfalt groß geschrieben. Von Konzertfotos und Berichten bis hin zu Interviews, Rezensionenund Ankündigungen - ich widme mich kleinen und größeren Künstlern und deren Musik. Ob Geheimtipp wie Farben/Schwarz und END oder großer Fisch wie Thees Uhlmann, Jan Delay oder Sleeping With Sirens - für mich zählt die Leidenschaft an der Musik.

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